15.06.2024
Vom 08. bis zum 15. Juli fand unser Vorbereitungsseminar in Plön statt. Alle Freiwilligen, die während des nächsten Jahres von Katharina betreut werden, also die Leute, die nach Südafrika und Ghana fliegen, haben daran teilgenommen. In meiner Einsatzstelle bin ich gemeinsam mit Carolyn, mit der ich mich schon auf der Hinfahrt im Zug getroffen habe.
Ich habe dort so viele nette, offene und interessante Menschen kennengelernt, was vielleicht auch der Situation geschuldet war, dass wir uns alle vorher noch nicht persönlich kannten und dennoch eine wichtige Gemeinsamkeit hatten: Unseren Freiwilligendienst in Afrika. Vor dem Seminar habe ich noch nicht wirklich Gedanken darüber gemacht, was mich im September erwarten wird. Vielleicht auch, um diese nicht enttäuschen zu können. Aber die Geschichten und Infos die ich dort gehört habe, haben meine Vorfreude noch weiter entfacht.
Katharina, eine Mitarbeiterin meiner Entsendeorganisation „KulturLife“, hat das Seminar geleitet und mehrere Ehemalige aus 2022/23 waren auch mit dabei. Die haben uns während des Essens oder den Ländereinheiten von ihren Erfahrungen berichtet und abenteuerliche Geschichten über Verhaftungen, Verhandlungen, Bestechung, Trotro-Fahrten und der ghanaische Slang von Marc haben uns echt zum Lachen gebracht.
Ansonsten haben wir natürlich alle möglichen wichtigen Themen behandelt: Critical Whiteness, Rassismus, ein Gesundheitsvortrag vom Tropen-Schröder (der Tropenarzt Dr. Schröder), Sexualisierte Gewalt, unsere Verantwortung als Freiwillige. Bei der Einheit zum Rassismus war eine externe Referentin aus Südafrika dabei, die hier für ein paar Jahre zum Thema Geschlechtergerechtigkeit forscht. Das Highlight der Woche war natürlich die Kanufahrt, die wir auf dem Plöner See unternommen haben. Das anfängliche Nassspritzen ist jedoch zu einer Wasserschlacht ausgeartet, die dazu geführt hat, dass ich eineinhalb Tage nur auf Socken unterwegs wahr, weil mein einziges Paar Schuhe nicht trocken wurde. Durch die vielen Einheiten, die witzigen Spiele zwischendurch und die vielen Kreativen Aufgaben ging die Woche für mich wie im Flug um.
Jetzt ist meine Abreise wieder ein ganzes Stück näher gerückt, aber ich freue mich darauf – besonders, da ich jetzt weiß, mit welchen netten Leuten ich unterwegs sein werde.