Einkäufe

10.09.2024

Heute war der zweite Schultag. Da in der ersten Woche die Schule aufgeräumt und gesäubert wird, tauchen nicht viele Kinder auf. Gestern haben wir vielleicht fünf von den 600 Schülern gesehen, aber heute waren es immerhin so um die 100. Zacch hat uns den Lehrern und Schülern vorgestellt. Für die ganzen Namen der Lehrer und Köche werde ich aber wohl ein bisschen brauchen (zumal ich ja gar nicht an der Stepping Stones sein werde). Zebina hat uns dann gezeigt, wie wir ein neues Data Bundle besorgen können, weil unser Handyvertrag ja nur 2GB beinhaltet. Jetzt bin ich mit meinen 100GB gut ausgestattet und kann nach Herzenslust meine Erlebnisse aufschreiben 🙂 

Dann waren wir noch auf dem Markt und haben ein paar Orangen gekauft. Zacch hat uns erzählt, dass dort am Sonntag sehr viel los ist und auch Leute sogar aus Accra dorthin kommen. Jetzt am Dienstag waren allerdings nur wenige Menschen zwischen den Ständen unterwegs und viele waren auch unbesetzt. Es werden vor allem Kochbananen, Orangen, Tomaten, Zwiebeln und Yamwurzeln verkauft, aber auch sehr viel Räucherfisch. Aber besonders lecker sieht der nicht aus, besonders mit den vielen Fliegen, und auch der Geruch war nicht der beste. Die Orangen sind von außen tatsächlich nicht orange sondern grün, aber sie schmecken seeehr gut. 

Am Nachmittag waren wir wieder einkaufen, und zwar in dem einzigen Supermarkt in Offinso. Da sind wir ungefähr 40 Minuten hingelaufen (jaaa, Offinso ist groß). Ich bin mit den beiden warmen Mahlzeiten und dem Brot zum Früstück sehr zufrieden, aber die anderen haben zum Beispiel Kaffee, Marmelade, Chips oder Süßigkeiten gekauft. Und neues Klopapier. Und ich habe wieder festgestellt, dass die Mittagssonne hier sehr viel heißer sein kann, als ich es von zuhause gewohnt bin. So muss mann zwischen Verbrennen in kurzen Sachen oder Hitzetod in langen wählen – ich habe mich für letzteres entschieden. 

Dann haben uns Zebina und sein Kumpel den Platz gezeigt, auf dem die Fußballmannschaften der Stepping Stones Academy trainieren. Für die Mannschaften gibt es ein Camp, wie ein Internat, in dem die Jungen wohnen. Dort werden auch Mathis und Ruben am Ende der Woche hinziehen. Die Fußballer sind echt richtig gut und trainieren häufig. Nur an ihrer Ausstattung merkt man wieder den Unterschied zu Deutschland. Besonders Bälle und Fußballschuhe fehlen und die anderen haben gleich überlegt, wen man vielleicht um Sachspenden bitten kann. Also: Wenn jemand von euch noch gebrauchte Fußballschuhe hat und nicht mehr braucht, sprecht mich gerne an!

Und gegen 17 Uhr kam das Hightlight der Orientation Days: die Bar. Zacch ist mit uns zu einem nahe gelegenen Haus gelaufen, das verhältnismäßig wohlhabend aussah und dort hat uns dann eine Frau einen Tisch und Stühle unter einen Baum gestellt und uns etwas zu trinken gebracht. Zacch wurde nach ein paar Bier (hier übrigens 650ml-Flaschen) noch gesprächiger und wir haben mehr Dinge über sein Privatleben erfahren, als mir lieb ist. Er hat den Abend als einen gelungenen Abschluss unserer Orientierungstage betrachtet. 

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