16.09.2024
So langsam haben wir uns ganz gut mit den Mädels und Zacchs Kindern angefreundet. Gestern haben sie uns dabei geholfen, unsere Wäsche zu waschen und das hat sogar richtig Spaß gemacht. In einer Wanne werden die Klamotten mit einem Stück Seife gewaschen gewaschen und in einer zweiten alles ausgespült. Dann hatte die Mannschaft von der Stepping Stones ein Spiel auf ihrem Trainigsplatz und wir sind hingelaufen. Mariam und Johanna wollten auch mit, also bin ich mit den beiden nachgekommen. Mariam ist mit ihren zwei Jahren ja noch etwas langsamer und irgendwann wollte sie gerne auf meinem Arm weitergetragen werden. Das Spiel war für sie eher weniger interessant, sondern eher meine Haare. Das war soooo süß. Ich bewundere richtig, wie wenig Angst sie hat. Dann hat Johanna uns noch stolz das Video von dem letzten Abschlussfest im Sommer gezeigt, wo die Schüler der Stepping Stones und Promised Land getanzt haben. Johanna war ganz vorne zu sehen und hat getanzt wie ein Profi. Davon wollte sie uns auch etwas beibringen.
Heute waren wir das erste Mal bei der Promised Land Academy, wo Caro und ich als Unterrichtsassistenz arbeiten werden. Aniyinasuso ist 13 Kilometer von der Stepping Stones entfernt und eher ein Dorf. Das Schulgelände ist relativ klein, aber 250 Schüler sind dort untergebracht. Zacchs hat uns mit den Lehrern bekannt gemacht und die sahen alle auf den ersten Blick sehr sympathisch aus. Mit zwei Lehrerinnen habe ich mich etwas unterhalten, sie haben mich nach meinen Lieblingsfächern gefragt und ihren Schülern vorgestellt. Dann haben wir während der Pause ein bisschen mit den Kindern gespielt. Zuerst waren sie etwas zurückhaltender als die Kinder von der Stepping Stones, aber dann haben sie uns viele Klatschspiele beigebracht und wollten uns am Ende gar nicht mehr loslassen. Ich bin schon sehr gespannt auf morgen, denn da geht der Unterricht los.
Mittags, als wir wieder zuhause waren, haben wir das gleiche Essen wie die Kinder bekommen, nämlich einen Brei aus Mais mit Erdnusssoße. Das war das erste Essen, das ich wirklich gar nicht mochte. Da habe ich mir lieber eine Fertigsuppe gemacht, die von den letzten Freiwilligen hier gelassen wurde. Sonst haben wir immer eine Soße aus Ei, Tomaten und Zwiebeln und dazu eine Beilage, wie z.B. Nudeln, Yam, Kochbanane oder Kartoffel gegessen und das schmeckt wirklich gut. Aber auf lange Sicht ist das natürlich keine ausgewogene Ernährung. Besonders Proteine könnte ich noch gut gebrauchen, deshalb habe ich heute in den kleinen Läden hier in der Nähe nach Bohnen und Nüssen Ausschau gehalten. Irgendwann werde ich das bei den Mädels mal ansprechen.